Musicload startet Affiliate-Programm
Als einer der ersten Betreiber im Bereich Musik-Downloads präsentiert Musicload seit Freitag sein Partnerprogramm beim Partner-Netzwerk Affilinet. Musicload verfügt nach eigenen Angaben über einen Stamm von zwei Millionen Kunden und eine Auswahl von rund einer Million Musiktiteln. Kein Wunder, denn der Anbieter wirbt seit geraumer Zeit massiv in TV-Werbespots um die Gunst der Nutzer und ist damit nicht unbekannt. Eigentlich sind dies alles gute Vorausetzungen ein eigenes Partnerprogramm zu starten. Was uns als Affiliate-Programm angeboten wird ist aber leider alles andere als attraktiv. Musicload zahlt gerade einmal einen Euro pro Neukunde (Lead) und 4 Prozent vom vermittelten Umsatz (Sale). So kann ein Werbepartner, der im Affiliate-Programm angemeldet ist, bei einer Bestellung eines Songs für 1,29 Euro durch einen Neukunden etwas mehr als einen Euro verdienen - Bei gleicher Bestellung durch einen Musicload-Bestandskunden liegt die Provision deutlich im einstelligen Centbereich. Bei dieser Provisionstruktur macht es kaum Sinn qualifizierten Traffic in Suchmaschinen einzukaufen, denn die Kosten für eine solche Bewerbung würden die Einnahmen sehr wahrscheinlich übersteigen. Leider werden dem Affiliate keine Songlisten in Form einer CSV-Datei oder per XML zur Verfügung gestellt, die er für andere Vermarktungsstrategien verwenden könnte. Stattdessen setzt Musicload auf dynamisch generierte Links, wie der Affilinet-Programmbeschreibung zu entnehmen ist.
Mein Fazit: Musicload startet sein Partnerprogramm nicht mit den optimalen Voraussetzungen. Ich bezweifele, dass dieses Modell die Erwartungen der Affiliates erfüllen wird. Die Salesvergütung ist aus meiner Sicht überflüssig und kontraproduktiv, denn hier wird sehr deutlich wie wenig man wirklich verdienen kann. Bei einem Projekt, welches durch T-Online finanziert wurde, scheint es auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar, warum hier so “gespart” wird. Aber fairerweise muss man auch sagen, dass nicht Musicload sondern die Musikindustrie das größte Stück am Kuchen abbekommt. Manchmal ist es einfach besser kein Programmbetreiber zu werden und manche Affiliates sollten lieber ihr Geld als Straßenmusikant verdienen. Das ist lukrativer.


Nach einer millionenschweren Klage wegen Klickbetruges in den USA möchte Google nun das Vertrauen seiner Werbekunden durch mehr Transparenz in den Abrechnungsprozessen zurückgewinnen. In der Benutzeroberfläche von Google Adwords wird demnächst eine neue Statistik mit Invalid Click und Invalid Click Rate zu finden sein, in der die Werbekunden eine Übersicht über die ungültigen Klicks und Klickraten finden werden. Mit diesen Anzeigen wird sich Google wieder von der Konkurrenz abheben.